leerInteressengemeinschaft Historischer Friedhöfe (IGHF)
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Der Friedhof  "Vor dem Halleschen Tor"

Die seit 1735 vor den Toren der Stadt angelegten Begräbnisplätze, einst weit entfernt von ihren Pfarrkirchen, gehören zu den ältesten, interessantesten und bedeutendsten Berlins. Heute befinden sich die zu einem komplex zusammengefassten historischen Friedhöfen unweit des Stadtzentrums und wirken im Großstadtgetöse wie eine Oase der Ruhe.

Die Gräber zahlreicher berühmter Persönlichkeiten repräsentieren 250 Jahre Berliner Geschichte und laden ein zu einem Spaziergang in die Vergangenheit. Sowohl prunkvolle als auch schlichte Grabstätten verkörpern steinerne Zeitzeugen, die bei genauerer Betrachtung alles andere als schweigsam sind.

Kennen Sie das ungewöhnliche Grabmal des Malers Kurt Mühlenhaupt, das dieser für seine Familie zum Tod seines Bruders Willy entwarf? Oder erinnern Sie sich an Oskar Huth, A. Raake alias „Märchen“ und Wilhelm Hensel? Auch Komponisten und Musiker wie Felix Mendelssohn-Bartholdy und seine Schwester Fanny Hensel sowie die berühmten Mediziner ihrer Zeit – Papa Heim, die Graefes und von Moehsen; der Begründer der Berliner Singakademie Carl F. C. Fasch, die Schauspieler Johann Ferdinand Fleck und der großen Iffland; die interessanten Salonfrauen Henriette Herz und Rahel Varnhagen.

Führungen:


"Literarischer Spaziergang"

Literarischer Spaziergang über die Friedhöfe "Vor dem Halleschen Thore" -
"Mich dünkte immer, Leben schütze vor dem Tode" (Rahel Varnhagen)

Von Chamisso zu E.T.A. Hoffmann spazieren wir zu den Gräbern bedeutender Personen aus Literatur, Musik und Theater des 19. Jahrhunderts. Dabei gehen wir unter anderem der Frage nach, warum Erasmus Spikher und Peter Schlemihl nicht zusammen kamen.


Treffpunkt: Eingang Mehringdamm 21 in Kreuzberg
Verkehrsverbindung: U-Bhf. Mehringdamm, Bus M19, M41, 140

Leitung: Michael Thomas Röblitz, Telefon: 030 - 785 24 20
eMail: roeblitz@historischefriedhoefeberlin.eu


"Bruderschaft mit dem Tod"

Auf vielen Friedhöfen ruhen Vertreter einer weltweiten geistigen Strömung, die den Menschen sittlich veredeln möchte und die Nächstenliebe und Brüderlichkeit pflegt: die Freimaurerei.

Oftmals ist an den Gräbern nicht zu erkennen, dass es sich bei den Verstorbenen um Freimaurer handelt. Aber etliche Ruhestätten weisen jedoch durch Symbole wie Zirkel und Winkelmaß auf eine Mitgliedschaft in dieser Bruderschaft hin, wie zum Beispiel das Grabmal des Berliner Seifenhändlers Albert Losch. An den Gräbern lässt sich die Geschichte der Freimaurerei erzählen. Unter anderem erfahren Sie, welche Todesauffassung die Freimaurer vertreten.

Wir veranstalteten bereits unter großem Zuspruch ebenfalls unter der Leitung von Jens Leder ausführliche Vorträge über die Freimaurerei. Es wird über die Ursprünge der heutigen Freimaurerei gesprochen und deren Symbolsprache und Rituale erläutert. Unter anderem wird die historische Entwicklung der deutschen Freimaurerei skizziert. Projizierte Bilder von Symbolen, Freimaurern, Logenszenen und Gräbern veranschaulichen das Ganze. Diese Veranstaltungsreihe bieten wir auf Anfrage gesondert an.


Treffpunkt: Eingang Südstern 8 in Kreuzberg
Verkehrsverbindung: U-Bahnhof Südstern

Leitung: Jens Leder
Telefon: 030 - 75 47 90 41 oder Handy: 0174 - 535 67 21

 

 


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